Monika Wyrobisch zur Seite blickend auf Gelände Zollverein

Warum mein Werdegang perfekt auf die Arbeit als Steuerberaterin vorbereitet hat.

Als Kind hatte ich keinen besonderen Berufswunsch, an den ich mich heute noch erinnern könnte. Ich wusste aber ziemlich genau und schon sehr früh, dass ich – anders als ich es von meinen Eltern vorgelebt bekam – Beruf und Leben nicht würde voneinander trennen wollen.

Obwohl mein Vater ein sehr guter Techniker und Konstrukteur im Bereich Maschinen- und Rohrleitungsanlagenbau war und seine Arbeit sehr geliebt haben muss, wurde zuhause niemals über seine Arbeit gesprochen.

Meine Mutter hatte vor ihrer Heirat Buchhalterin in einer großen Düsseldorfer Versicherungsgesellschaft gelernt und schien diese Berufswahl nicht bereut zu haben. Nach ein paar Jahren im Ausland und ihrer Heirat tauschte sie jedoch diesen Beruf gerne zugunsten der Mutter- und Hausfrauenrolle ein. Erst als meine Schwester und ich größer wurden, überlegte sie wieder arbeiten zu gehen.

Meine Grundschullehrerin, Frau Erika Pfeiffer, war wohl über die ganze Zeit mein erklärtes Vorbild, denn sie schien in ihrem Beruf aufzugehen und ihr Privatleben wunderbar mit dem Beruf verbinden zu können.

Aus heutiger Sicht fügte sich im Laufe der Zeit alles so, wie es offenbar sein sollte: Meine heutige Arbeit als Steuerberaterin entspricht unbedingt meinen Neigungen und Vorlieben und sowohl mein beruflicher Werdegangs als auch meine persönliche Entwicklung tragen dazu bei, den Herausforderungen dieses Berufes gewachsen zu bleiben.

Meine drei ersten Berufswünsche

Als Kind und Jugendliche habe ich Bücher verschlungen und viel gehandarbeitet, später meine Kleidung auch nach eigenen Schnitten genäht, meine Pullover nach eigenen Entwürften gestrickt und die Haare meiner Schwester, unserer Puppen und Freundinnen mit großer Experimentierfreude frisiert.

  • Als erster Berufswunsch kam Kostüm- und Maskenbildner am Theater in Frage. Hier hätte ich auf dem Weg dorthin meine Vorliebe für Schneiderei und Schnitttechnik, Frisuren und Kosmetik zum Beruf machen können und Design studieren dürfen. Dieser Weg erschien mir nach verschiedenen Konsultationen von Berufsberatungsstellen hingegen zu mühsam; ich wollte schließlich schnell Geld verdienen und von meinen Eltern unabhängig sein.
  • Mein zweiter Berufswunsch Journalist oder Autor werden zu wollen, scheiterte daran, dass es in diesem Beruf keine vorhersehbaren Erfolgs- und Verdienstaussichten gibt. Ich hätte daher gerne Germanistik und Geschichte studiert, aber das Magisterstudium alleine schien keine finanzielle Sicherheit zu bieten und auf Lehramt zu studieren, wäre mir nicht in den Sinn gekommen. Mit 18 wollte ich mir einfach nicht vorstellen, als Beamter ein vorgezeichnetes Leben führen zu müssen. Damals fehlten mir freilich noch die Reife und der Mut, eine wirklich freie Entscheidung für mein Wunschstudium zu treffen.
  • So habe ich mir erst einmal auf Anraten meiner Eltern eine „vernünftige“ Ausbildungsstelle als Kauffrau im Groß- und Außenhandel gesucht. Schon nach drei Wochen war mir zwar klar, dass mich eine normale Sachbearbeitung nie interessieren würde, aber ich wollte die einmal begonnene Ausbildung nicht wieder abbrechen. Meine Ausbilder waren allesamt sehr engagiert, liebten ihre jeweiligen Tätigkeiten und ließen mich von Anfang an interessante Aufgaben erledigen, Urlaubsvertretungen wahrnehmen und an ihren jeweiligen Führungsaufgaben teilhaben. Meine Ausbildung war also alles andere als gewöhnlich oder gar eintönig und so habe während meiner Ausbildung sehr viele gute und wertvolle Grundlagen für das spätere Berufsleben legen können. Ich bin also froh und dankbar, diese zwei Jahre dort und auf diese Weise verbracht zu haben.

Gibt es einen roten Faden?

Berufswunsch Nr. 1 verlief im Sande

Mit der Schneiderei habe ich irgendwann aufgehört, weil der Rücken zu sehr schmerzte. Auch meine Einstellung zu Kosmetik und Trendfrisuren hat sich im Laufe der Zeit verändert.

Wäre ich früher niemals ungeschminckt aus dem Haus gegangen und kaum einem Frisurentrend gegenüber abgeneigt gewesen, hat sich dieser „Hang zur Verkleidung“ zwischenzeitlich zugunsten einer natürlichen Lässigkeit gelegt.

Manchmal laufe ich in Rüttenscheid an den vielen Friseurläden vorbei und danke meiner Fügung, die ich mich hat in eine andere Richtung gehen lassen.

Monika Wyrobisch mit ausgestreckter Zunge, 1980+
Monika Wyrobisch, 1980+

Berufswunsch Nr. 2 und 3 fügten sich gut

Meiner Liebe zum Wort, gesprochen oder geschrieben, bin ich mein ganzes Leben lang treu geblieben.

Zwar habe ich weder Germanistik noch Geschichte studiert (leider!), noch arbeite ich heute als Journalist oder verlege Bücher.

Während des Studiums der Betriebswirtschaft, der späteren Ausbildung zur Steuerberaterin und während der vielen anderen Weiterbildungen wäre es ohne diese Begeisterung für das Wort kaum denkbar gewesen, mich fortzubilden und als Person zu entwickeln.

Struktur und Ordnung als roter Faden

Ordnung, Ordnung, liebe sie – denn sie spart dir Zeit und Müh.

Der Eintrag meiner Mutter in mein geliebtes Poesiealbum entstammte womöglich einem Liederbuch 1881 – 1890 | 1885, dessen Gesinnung ich heute ganz bestimmt ablehnen würde.

Da ich diesen Zusammenhang aber soeben erst herausgefunden habe (Google sei Dank!), hat mich dieser gut gemeinte Rat meiner Mutter wie ein roter Faden durch mein berufliches Leben begleitet und die Suche einer gewissen Struktur und Ordnung hat mir durchaus wertvolle Dienste erwiesen.

So hat dieser Eintrag im Poesiealbum bis heute nichts von seiner Schlichtheit, Richtigkeit oder gar Aktualität eingebüßt.

Kauffrau im Groß- & Aussenhandel

Mitte der 1980er Jahre habe ich während meiner ersten kaufmännischen Ausbildung zur Kauffrau im Groß- & Außenhandel lernen und erfahren dürfen, wie perfekt ein mittelständisches Unternehmen organisiert sein kann.

Es war offensichtlich, dass die miteinander verabredete Organisation allen im und am Unternehmen tätigen Menschen Struktur und Ordnung gab und im Ergebnis zum wirtschaftlichen Markterfolg des Unternehmens beitrug.

Freilich erst im Laufe meiner darauffolgenden Lehr- und Wanderjahre in und für andere Unternehmen und Menschen habe ich verstanden und wertschätzen gelernt, wie gut durchdacht die damals schon weitestgehend digitalisierten Arbeitsabläufe im Unternehmen ineinandergriffen und wie reibungslos die Organisation auf allen Ebenen des Unternehmens funktionierte.

Steuerberaterin aus Berufung

Mir fiel im Laufe der Zeit außerdem auf, dass sehr viele Menschen – und zwar unabhängig von ihrem Alter, ihrem Ausbildungshintergrund oder ihrer beruflichen Tätigkeit – Schwierigkeiten damit haben, nicht nur relevante und irrelevante Informationen auseinander zu halten, sondern auch zwischen Vertrag, Rechnung und Zahlungserinnerung zu unterscheiden. Auch Grundrechenarten können nicht unbedingt mehr vorausgesetzt werden.

Die Beschäftigung mit wirtschaftlichen, steuerrechtlichen und sozialversicherungsrechtlichen Zusammenhängen wird insbesondere im privaten Kontext der Menschen, aber auch bei Selbständigen und in vielen, vor allem kleinen und inhabergeführten Unternehmen häufig in Gänze vernachlässigt.

Was will ich als Person, Steuerberaterin und Unternehmerin bewirken?“ Mit dieser Frage habe ich mich im Mai 2023 eingehend befasst und die Suche nach der richtigen Positionierung führte mich zur eigenen Bestimmung.

Was möchte ich noch erreichen?

Und weil das so ist, werde ich nicht müde, bei jeder Mandatsübernahme zu allererst auf diese Zusammenhänge hinzuweisen und die essentiellen Basics für das Führen eines Unternehmens zu klären.

Wissen ist Macht: Grafik mit zwei Köpfen vor einer Bücherwand
Bild: Gerd Altmann auf Pixabay

Zusammenfassung

Obwohl ich also ursprünglich nicht geplant hatte, Steuerberaterin zu werden, zeigt sich rückblickend, dass mein beruflicher Werdegang und meine persönlichen Interessen ideal auf die Anforderungen dieses Berufs abgestimmt sind.

Die Fähigkeiten und Erfahrungen, die ich im Laufe meines Berufslebens gesammelt habe, sowie meine persönlichen Neigungen und Vorlieben, haben mich bestens auf die heutigen Aufgaben und zukünftigen Herausforderungen als Steuerberaterin vorbereitet.


Kommentare

16 Antworten zu „Warum mein Werdegang perfekt auf die Arbeit als Steuerberaterin vorbereitet hat.“

  1. Liebe Monika,

    ich habe deinen Blogartikel mit Freude gelesen. Danke fürs Teilhabenlassen.
    Ich selbst wusste schon in sehr jungen Jahren, dass ich Gitarrenlehrerin werden möchte. Gerade jetzt, seit ich neben meinem Musikschullehrerinnen Dasein als Angestellte auch eine Selbstständigkeit aufbaue, wäre ich häufig sehr froh darüber, schon viel früher gelernt zu haben, welche wirtschaftlichen Zusammenhänge welche Auswirkungen mit sich bringen bzw. auf ein gutes Wirtschaftsverständnis zurückgreifen zu können.

    Man lernt nie aus, und so bin ich natürlich bemüht, so viel wie möglich zu erfahren und zu lernen.

    Hast du aus deiner Erfahrung für mich einen guten, leicht verständlichen Buchtipp in diese Richtung?

    GUT ZUPF,
    Nicole 🎵 (aus der TCS)

    1. Liebe Nicole, vielen Dank für Deine Worte! Bevor ich Dir antworten konnte, habe ich mir Deine Seite angesehen und war überrascht, dort Onlinekurse für Gitarre zu finden. Dann!!! sollte Steuerberatung doch wohl auch gelingen 😊. Im Ernst: Deine Seite wirkt unglaublich angenehm und professionell zugleich und ich kann mir vorstellen, dass Deine Kurse sehr strukturiert und doch liebevoll gestaltet sind und den jeweiligen Schüler genau da abholen, wo er steht. Ich habe vor inzwischen 25 Jahren damit begonnen, Gründer zu beraten und erst später den Steuerberater „nebenbei“ gemacht [… das „nebenbei“ hat sich schnell gegeben, denn es war – für mich als Quereinsteiger – ziemlich anspruchsvoll]. Die Basis hierfür habe ich mir mit verschiedenen Handbüchern zur Existenzgründung, allen voran Prof. Dr. Günther Kirschbaum, Stollfuss Verlag Bonn im August 2000, gelegt. Ich habe mehrere Gründer durch Wettbewerbe hindurch begleitet und diese immer mit jeweils aktueller Literatur „beglückt“. Diese habe ich mir jeweils gezielt für die eine oder andere Fragestellung herausgesucht. Heute würde ich die Vorlage für einen Businessplan aus dem Wettbewerb der Dortmunder Wirtschaftsförderung empfehlen [https://www.wirtschaftsfoerderung-dortmund.de/gruendung/start2grow], Studien und Dossiers des ifm, Bonn [des https://www.ifm-bonn.org/themendossiers/existenzgruendungen%5D oder die „Gründerzeiten“ des BMWI [https://www.publikationen-bundesregierung.de/pp-de/publikationssuche/gruenderzeiten-nr-01-existenzgruendungen-in-deutschland-726942]. Wenn dich ein bestimmes Thema interessiert, kann ich gerne schauen, ob ich konkreter ein Buch oder eine Webseite empfehlen könnte. Oder meinen Newsletter 😁 – wenn er das Licht der Welt erblickt! Nun wünsche Dir erst einmal ein schönes Wochenende! Viele Grüße aus Essen. Monika

  2. Hallo Monika,
    dein Blog war der Glücksrad Gewinner der Kommentarwelle Aktion von Judith. Normal wäre ich nicht auf deinen Blog gestoßen, ich finde das richtig gut jetzt!
    Genauso, wie sich dein beruflicher Werdegang im Laufe der Zeit gestaltet hat. Toll, wenn der Beruf eine Berufung geworden ist!
    Mein 1. Berufswunsch war, die Durchsagen am Bahnhof zu machen 😂 und jetzt bin ich Arzthelferin! Auch nicht schlecht, gell?
    Liebe Grüße aus dem Mausloch
    Sabine

    1. Hallo, Sabine, je nach Situation wäre eine kluge und empathische Ansage am Bahnhof auch nicht schlecht!!! Aber die Bahn holt auf und mit viel Geduld wird sich nicht nur der technische, sondern auch der menschliche Zustand der Bahn verbessern. Wie wichtig und sinnvoll die liebe Stimme einer klugen Person am Empfang oder im Sprech- bzw. Behandlungszimmer ist, wird mir immer wieder bei meinen Ärzten bewusst. Diese habe ich nicht nur, aber auch wegen genau dieser Damen schon häufig gewechselt. In einer Praxis wie auch bei uns in der Steuerberatungskanzlei st der menschliche Faktor nicht zu unterschätzen. Unsere Sekretärin kommt aus Bernau und mag reden wie ihr der Schnabel gewachsen ist: Genau das wird von unseren Mandanten sehr gemocht. Ihr Herz sitzt am richtigen Fleck und genau das zählt. Ihre fachliche Qualifikation steht zwar ausser Frage, wird aber nie kommentiert, was auch wieder mal zeigt, auf was es im Leben wirklich ankommt: Emotion und Lebensklugheit! In diesem Sinne: Viel Freude, die Du Dir und anderen schenken vermagst. Liebe Grüße aus Essen.

  3. Hallo Monika,
    sehr spannend und überaus erfreulich, dass du in deinem Beruf gut angekommen bist. Wenn du nicht auf meinem Kommentar durch die Kommentarwelle gelandet wärst, wäre ich nicht auf dich gestoßen.
    Mit Steuerberater hatte ich bis jetzt noch nicht so supertolle Erfahrungen. Vielleicht ändert sich das mit dir und deinem Blog und deiner persönlichen und netten Art. Vielleicht bis bald
    Die Margit aus Willingen

    1. Liebe Margit, judiths Idee der Kommentarwelle war mal wieder klasse :-). An meiner Sichtbarkeit darf ich arbeiten, Du hast ja so recht! In der Tat haben Steuerberater jahrzehntelang im Schutze ihres Berufs- und Standesrechtes – mit Klauen und Zähnen verteidigt durch ihrer Kammer und manifestiert durch Verbände – ein sehr abgeschirmtes Leben geführt. Das ändert sich nun durch die technischen und gesellschaftlichen Umwälzungen und langsam, aber sicher merken dies auch die Kollegen. Ich arbeite daran, dass unsere Kanzlei nach innen und außen diesen Veränderungsprozess mit den Mandanten vollzieht und die Erfahrungen unserer Mandanten erfreulicher sind als die allgemeine Meinung über Steuerberater dies vermuten läßt :-). In jedem Fall freue ich mich, wenn Du meinen blog durchstöberst, den ich nun im Juni technisch und strukturell richtig aufgesetzt bekomme (hoffe ich!). Liebe Grüße aus Essen

  4. Hallo Monika,

    ich bin über einen Link im Kommentarwellen-Beitrag von Sympatexter-Judith auf das TCS Wheel und das Drehen dann auf diesen Beitrag gestoßen… Danke für den interessanten Blogbeitrag.

    Nur als kleines Feedback – Steuerberatin oder Steuerberaterin? 😉
    (Titel)

    Viele Grüße,
    Alex

    1. Oh, da hatte der Fehlerteufel aber den Schalk im Nacken 🙂 Lieber Alex, für die Prüfung hatte ich seinerzeit einen Steuerbär geschenkt bekommen – ich scheine beim Schreiben wohl an ihn gedacht zu haben. Da die Kommentarwelle noch eine Woche läuft und ich den Titel bis dahin nicht mehr abändern darf (sonst falle ich aus dem Rad), muss ich nun damit leben. Vielen Dank in jedem Fall für Deinen Hinweis: Die Korrektur liegt auf Termin! Die Denkanstöße von Judith begeistern mich schon seit 2 Jahren und die Auseinandersetzung mit ihren Fragen sind immer wunderbar wegweisend und augenöffnend. Wenn Dir mein Beitrag gefallen hat, freut mich das umso mehr. Ich bin auch schon sehr gespannt, was ich beim Stöbern bei anderen so alles entdecken werde. Liebe Grüße Monika

  5. Liebe Monika,
    ich finde Lebensläufe so spannend! Auch ich wollte nie die „Standard“-Tierärztin werden. Lieber Astronautin oder Journalistin. Tatsächlich arbeite ich heute in der Kommunikation und bin Pressesprecherin für den Weltraum-Bereich eines großen internationalen Unternehmens.
    Ganz liebe Grüße
    Carina

    1. Liebe Carina, das nenne ich mal „gradlinig“ – 😁. Pressesprecherin – und dann auch noch für ein spannendes Unternehmen oder ein tolles Projekt: Das wär’s gewesen! Ja, manchmal sind die Wege verschlungen, nicht zu begreifen und doch offenbar geeignet, sich selbst zu finden oder zu erfinden. Ich schaue in jedem Fall gleich auf Deiner Seite vorbei und hüpfe in Deinen LEbenslauf. Neugierde siegt vor Duties! Liebe Grüße Monika

  6. Liebe Monika,
    vielen Dank für den Einblick in deinen Lebensweg. Ich finde es spannend, wie vielfältig deine Interessen waren und sind und sich daraus dann dein Berufsweg entwickelt hat.
    Nähen und Schneidern hat ja auch viel mit Ordnung und Struktur zu tun.
    Nähst du immer noch?
    Herzliche Grüße
    Wiebke

    1. Liebe Wiebke, nein, ich habe irgendwann die Entscheidung getroffen, die Näherei an den Nagel zu hängen. Manchmal ärgert es mich schon, weil ich immer noch ein gutes Auge für schöne Schnitte und Stoffe habe. Aber ich habe nicht zur Entspannung genäht, sondern weil mir Mode von der Stange nicht gefiel und ich es gut konnte. Aber ich hätte es richtig lernen und machen wollen. Und dafür benötigt man Zeit, die ich neben Beruf und Abendstudium nicht erübrigen konnte. Aber vielleicht fange ich im Herbst wieder mit dem Stricken an. Ich habe die Freundin aus Kindertagen, mit der ich damals sehr viel zusammen gehandarbeitet hatte, wiedergetroffen und Wolle habe ich immer noch im Schrank liegen. Mal sehen, was die Zeit bringt 😊. Liebe Grüße Monika

  7. Liebe Monika, es war richtig schön Einblick in deinen Werdegang zu bekommen, Merci 💚 dafür.
    Es ist faszinierend, wie sich dein Weg zur Steuerberaterin entwickelt hat. Der Spruch, den dir deine Mutter mitgegeben hat, finde ich sehr passend, denn auch ich liebe die Ordnung und Struktur und ja, sie spart erspart mir immer wieder Zeit und Nerven 😉.

  8. Liebe Monika das ist ja ein sehr interessanter Werdegang und eine gute Selbstreflektion. Es war sehr spannend dies zu lesen und wie du deine Fähigkeiten zusammen gefasst hast.

    Ich wünsche dir weiterhin viel Freude und Erfolg bei deinem Tun.

    Herzliche Grüße von Anita

  9. Liebe Monika,
    wie interessant, ich nicke schon minutenlang 😊
    Auch ich habe als Kind Bücher nahezu verschlungen (nur die ganz dicken, bei dünnen Bücher lohnte es sich nicht, anzufangen). Ich habe im unfassbar viel genäht – für mich und für viele andere Leute – und gestrickt habe ich auch.
    Aus dem Nähen einen richtigen Beruf mit Ausbildung zu machen, erschien mir aber zu langweilig – Kostümbildnerin am Schweriner Theater wollte ich trotzdem werden. Das war aber nur eine Episode.
    Da ich mich zwischen meinen vielen Interessen doch nicht so richtig für einen beruflichen Werdegang entscheiden konnte, machte ich das, was mein Vater für mich organisierte: Eine Ausbildung zur Bauzeichnerin.
    Auch ich hatte eine sehr gute Lehrmeisterin, die uns Azubis anspruchsvolle Aufgaben vermittelte und echtes Interesse weckte – und dann bekam ich Lust zu studieren.
    Da gibt es durchaus Parallelen, stimmt’s?
    Auch Struktur und Ordnung sind wichtig für mich. Nicht im Sinne vom Aufräumen, ich meine eher gedankliche Ordnung und Strukturen.
    So bin auch ich am Ende über Umwege zu meinem heutigen Beruf als Bauingenieurin mit der Spezialisierung auf Ausschreibung und Vergabe gekommen. Schreiben, besser gesagt Copywriting, ist aktuell mein Sidebusiness, das mache ich inzwischen seit fast 20 Jahren.
    Spannend, dass du einen ähnlichen Weg gegangen bist.
    Liebe Grüße, Astrid

    1. Liebe Astrid, die Parallelen sind tatsächlich erstaunlich. Es heisst ja immer, schließt sich eine Tür, öffnet sich die nächste und tatsächlich scheint meinem Weg dieses Prinzip bislang zugrunde zu liegen. Momentan befinde ich mich in einer Art Wartesaal des Lebens und schaue, welche Tür sich als nächstes öffnet. Ich bin immer sehr gespannt, was sich hinter einer jeden verbirgt. Der Zufall meint es in der Regel gut mit mir und die Erfahrungen möchte ich nicht missen. Entgegen meiner Gewohnheit, einmal geöffnete Türen offen zu halten, war ich in der letzten Zeit gezwungen, hiervon abzuweichen und sie zu schließen. Mit dieser eher traurigen Erfahrung muss ich erst einmal klarkommen. In der Zwischenzeit vertreibe ich mir meine Zeit mit Lesen und Schreiben, Laufen und Nachdenken. Hierzu bietet TCS eine Menge Anlässe. Ich werde in jedem Fall auf Deinem Blog stöbern, denn der Ersteindruck gefiel mir gut. In diesem Sinne auf ein erneutes Lesen :-). Liebe Grüße Monika

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