Wie ich die technische Grundlage für Freebie und Newsletter schuf – und in Horb neue Fragen zu Lernen, Gemeinschaft und Salon fand.
Die ersten drei Monate des Jahres war ich ausgehend von einer bestmöglichen Lernreise mit der richtigen Positionierung und der Ausarbeitung meiner Produktleiter befasst. Tax to Value habe ich auf Basis vieler Rückfragen bei Mandanten als Methode, Angebot und Marke weiter schärfen können.
Außerdem brachten verschiedene Besuche im Theater wie auch ein für mich thematisch interessanter Kinobesuch in Mainz sowie das jährliche Treffen der The Content Society – erstmals in Horb und nicht in Stuttgart – neue Impulse für mich und meine eigene Lernreise.
Es war alles in allem ein sehr produktiver und ungeheuer dichter Monat, in dem ich vieles neu oder anders auszurichten verstand. Es war deutlich zu spüren, wie alles auf einmal miteinander in Verbindung zu stehen und in Bewegung zu kommen schien.
Von der Idee über Technik zum Lernweg
Die Idee „Wie du mit mir arbeiten kannst“ hatte ich bereits vor zwei Jahren entwickelt und seither vergeht kein Tag, an dem ich nicht kontinuierlich an Inhalten, Angeboten oder dem zugehörigen Konzept arbeite, eigene Lücken schließe und in der täglichen Praxis teste, wie Menschen die angebotenen Inhalte umsetzen.
Mir war im Laufe dieser letzten Monate immer bewusster geworden, dass der Einstieg in Tax to Value nicht mit einem großen Grundlagenkurs starten sollte, wie ursprünglich gedacht, sondern kleine unterschwellige Einheiten besser geeignet wären, schwierige Inhalte zu verstehen und Lernstufen zu erreichen.
Dabei war die Reduktion der Inhalte für mich eine große Herausforderung, denn die Inhalte sollten gerade Anfänger weder verunsichern noch überfordern. Die Ziele wurden als kleinteiliger gesteckt, damit kleinere Angebotseinheiten entstehen könnten. Inhalte sollten jeweils eine konkrete Funktion innerhalb der Tax-to-Value-Lernreise besetzen.
Wenn ich dies technisch umsetzen und nicht im Stapel meiner vielen Notizen und Skizzen untergehen wollte, musste ich mich nun also wieder intensiv mit WordPress, Brevo und Fibery auseinander setzen.
Hierbei kamen mir die Notion Formel von Lea Giltjes und mein Verständnis für Projektmanagement bzw. Datenbanken sehr zu pass, nur dass ich ihre Empfehlungen nicht in Notion, sondern in Fibery umsetzen wollte.
So entstanden quasi nebenbei ein paar zeitlose Newsletter-Ausgaben, eine E-Mail-Serie zu drei typischen Denkfehlern im Zusammenhang mit Buchführung und die Verbindungsmöglichkeiten von Inhalten und Formaten, Prozessen und Verfahren, Denkfehlern und Lernschritten beginnt schon sichtbare Formen anzunehmen und mir Struktur zu geben.
Horb: Begegnung, Speed Reading und der Mut zum Machen
Beim Treffen von The Content Society in Horb habe ich erneut die wunderbare Energie spüren können, die von – diesmal 60 Frauen – ausgeht, wenn sie alle in ihrem Element sind und sich darüber mit Gleichgesinnten austauschen können. Die offene Atmosphäre, die vielen Gespräche und die gemeinsame Freude am Schreiben und Gestalten waren eine gute Antwort auf meinen Wunsch nach einer stimmigen Gemeinschaft.
Eine Probestunde Speed Reading mit Erika Magyarosi brachte mir einen unerwarteten Aha-Effekt: Zum einen war es erstaunlich, dass viele von uns schon nach einer Stunde mehr oder minder konzentriertem Arbeiten einen kleinen Erfolgsmoment vermerkten.
Viel interessanter waren aber für mich die vielen intelligenten Fragen und Anmerkungen, die Erika immer mal wieder ganz nebenbei fallen ließ, und natürlich ihre Begeisterung für Bücher und das zwischen den Deckeln versteckte Wissen. In jedem Fall hatte ich „Feuer gefangen“ und schrieb mir ein paar Einträge in die private Bucketlist.
Schon im Juni sollte sich dann die Möglichkeit bieten, zwei kleine Kurse bei ihr zu buchen: Speed Reading Mastery und Unbusy Yourself.



Die entscheidende Frage ist heute nicht mehr, wie schnell ich lese, sondern mit welchen Fragen ich an einen Text herangehe. So entstanden im Juni meine zwölf Leitfragen, mit denen ich zukünftig Wissen bewusster auswählen, prüfen und weiterverarbeiten möchte.
In Erinnerung wird mir auch der Vortrag von Dr. Jessica Maas, Seifensiederin und Unternehmerin aus Leidenschaft über das Machen: Gute Vorbereitung ist wichtig – aber irgendwann muss aus dem Entwurf eine sichtbare erste Fassung werden.






Ich bin dran!
Theater, Film und die Idee des Salons
- Die „Schachnovelle“ von Stefan Zweig im Theater Duisburg, aufgeführt von Bühne Cipolla führte mich zu Fragen nach geistiger Freiheit, Selbstbehauptung und der Gefahr, sich im eigenen Denken zu verlieren.
- Brechts „Hauspostille“ mit Lars Eidinger und Hans Jörn Brandenburg in der Philharmonie Essen zeigte dagegen, wie stark ein Text durch Stimme, Musik, Körper und Inszenierung verändert werden kann. Abgesehen davon, dass die Texte von Brecht immer noch unglaublich stark und aktuell wirken.
- Bei Hannah Arendt und Karl Jaspers finde ich interessante und wichtige Gedanken zur Denk- und Urteilsfähigkeit. Nach deren Überzeugung entsteht Urteilen nicht im abgeschlossenen Inneren, sondern in der Auseinandersetzung mit anderen Perspektiven.
- Es entstanden eigene Überlegungen zu einem Salon-Format, das sich mit der Frage befasst, wie Menschen mit sich und andern in Begegnung und Austausch kommen. Wie müssten der Raum, der Rahmen, die Moderation beschaffen sein, damit Kunst, gesellschaftlich offene Fragen und der Umgang mit persönlichen Erfahrungen und Hoffnungen, mit Altem und Neuen, mit Ängsten und Hoffnungen in Bewegung kommen und in Resonanz zu den Anwesenden treten? Wie könnte es gelingen, dass Unterschiede ausgehalten und gegensätzliche Gedanken und Ideen miteinander verhandelt werden könnten.
- Nach Horb fuhr ich für zwei Tage nach Mainz. Dort sah ich den Dokumentarfilm „Fassaden“ von Alina Cyranek über Gewalt in Partnerschaften und über Strukturen, die betroffenen Frauen nicht ausreichend Schutz bieten. Dieser Film erinnert daran, dass Freiheit und Selbstbestimmung nicht allein von persönlicher Stärke abhängen. Sie benötigen wirtschaftliche Unabhängigkeit, glaubwürdige Hilfsangebote und Institutionen, die Verantwortung übernehmen. Damit führte mich diese Reise von der leichten und ermutigenden Atmosphäre in Horb zu einer sehr ernsten gesellschaftlichen Frage: Unter welchen Bedingungen können Menschen überhaupt selbstbestimmt leben und handeln?
- Der Film führte mich damit zu 3 der 17 Nachhaltigkeitszielen zurück, die meine Arbeit und meine gesellschaftlichen Fragen seit Längerem begleiten: hochwertige Bildung, Geschlechtergleichheit und wirtschaftliche Unabhängigkeit sowie menschenwürdige Arbeit und nachhaltiges Wirtschaften.



Gerade in Verbindung der Ziele 4, 5 und 8 wird deutlich: Selbstbestimmung ist nicht nur eine Frage persönlicher Stärke. Sie braucht Wissen, eigene wirtschaftliche Handlungsmöglichkeiten und gesellschaftliche Strukturen, die Schutz, Teilhabe und gute Arbeit ermöglichen.
Was sonst noch los war
Eine Fahrradtour mit Ausgangspunkt am Wittener Bahnhof führte mich ins Bergische Land. Bewegung, Landschaft und gute Gespräche waren eine willkommene Unterbrechung zwischen Konzept- und Textarbeit sowie den aufkommenden technischen Fragen, die erst einmal „für später“ notiert und zur Seite gestellt wurden.
Woran ich im April gearbeitet habe
Technisch umgesetzt
- Anmelde- und Auslieferungsstrecke in WordPress und Brevo,
- Double-Opt-in,
- erste Willkommensserie,
- interne Ordnung der Inhalte und Arbeitsschritte in Fibery.
Inhaltlich weiterentwickelt
- Funktion des 7-Fehler-Selbstchecks,
- Verbindung zwischen Blog, Freebie, Newsletter und Kurs,
- erste kleinere Lerneinheiten für Tax to Value.
Noch nicht abgeschlossen
- redaktionelle Fertigstellung des Freebies,
- offene Angebots- und Grundlagenartikel,
- aktive Einladung zum Newsletter.
Nicht das einzelne Tool entscheidet über die Qualität der Arbeit, sondern das System, in das wir es einordnen.
Ausblick auf den Mai 2026
Im Mai konzentriere ich mich auf das Erreichen eines wichtigen Meilensteins: Der 7-Fehler-Selbstcheck soll inhaltlich, gestalterisch und technisch fertig werden, damit er an der Freebie-Parade: Die ultimative Freebie-Sammlung im Sommer ’26 von Judith Peters’ teilnehmen kann. Die Deadline ist hierfür der 5. Juni. Weitere Blogartikel müssen dafür zunächst warten – entscheidend ist jetzt, aus der im April vorbereiteten Strecke einen tatsächlich nutzbaren Einstieg zu machen.
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Bild: Horb im Schwarzwald, April 2026 | Monika Wyrobisch
Gifs: 17 Ziele – Vereinte Nationen – Regionales Informationszentrum für Westeuropa
Aktualisiert am 11. Juli 2026


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