Mein Jahresrückblick 2025 fällt wenig bombastisch aus, sondern ist bewusst einordnend. 2025 war für mich ein Jahr der strukturellen Klärung und fachlichen Vertiefung.
Ich betrachte Steuern, Buchführung und digitale Systeme konsequent als Gestaltungs- und Führungsinstrumente weit über die reine Beschäftigung mit Tools hinaus. Der Text zeigt, womit ich mich 2025 schwerpunktmäßig befasst habe und was daraus für 2026 folgt.
Meine Themen und Highlights in 2025
Steuern als Gestaltungs- und Führungsdisziplin neu denken
Worum es mir in 2025 wirklich ging:
Ich habe mich intensiv damit beschäftigt, Steuern aus der Angst- und Abwehrlogik meiner Mandanten herauszulösen und als strategisches Steuerungsinstrument zu positionieren.
Warum das (m)ein Kern-Themenfeld ist:
- Steuern ≠ Nachbereitung, sondern Vorausdenken
- Besteuerung als Teil von Unternehmenswert, Freiheit und Souveränität
- Abgrenzung von klassischer Deklarationslogik
Wie das auf mein Angebot einzahlt:
→ Das Fundament von Tax to Value
→ Die Legitimation meines Anspruchs als strategische Sparringspartnerin, nicht „nur“ Steuerberaterin mit Deklarationsfocus.
Hinweis zur Sprache:
Zur besseren Lesbarkeit verwendet dieser Beitrag das generische Maskulinum.
Alle personenbezogenen Bezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.
Digitale Buchführung als System – nicht als Toolfrage
Worum es mir in 2025 wirklich ging:
Ich habe Buchführung konsequent als Informations-, Kontroll- und Entscheidungssystem gedacht – inkl. GoBD, Verfahrensdokumentation, IKS/SKS, Compliance, DMS, Stammdaten und Schnittstellen.
Warum das (m)ein Kern-Themenfeld ist:
- Weg von „Welche Software?“ hin zu „Welches System bildet mein Unternehmen korrekt ab?“
- Fokus auf Fehlerprävention, Prüfungsfestigkeit und Selbstwirksamkeit
- Buchführung in 15 Minuten täglich als Ergebnis guter Struktur, nicht Disziplin
Wie das auf mein Angebot einzahlt:
→ Das operatives Herzstück von Tax to Value als Programm.
→ Klare Differenzierung von Tool-Hype und Kanzlei-Standardlösungen
Vom Selbständigen zur Unternehmer-Identität
Worum es mir in 2025 wirklich ging:
Ein leises, aber zentrales Thema: Identitätsarbeit.
Du hast immer wieder gezeigt, dass Zahlen, Steuern und Systeme untrennbar mit Haltung, Verantwortung und Entscheidungsreife verbunden sind.
Warum das (m)ein Kern-Themenfeld ist:
- Unternehmerisches Denken statt Reaktionsmodus
- Zahlen verstehen = handlungsfähig werden
- Verantwortung nicht abgeben, sondern bewusst tragen
Wie das auf mein Angebot einzahlt:
→ Die didaktische Klammer für meine Produkttreppe und Veröffentlichungen
→ Emotionaler Hebel für Menschen, die „mehr wollen als Ordnung“
Qualität vor Geschwindigkeit: Tiefe statt Content-Lärm
Worum es mir in 2025 wirklich ging:
Mein (auch schmerzhaftes) Mindset-Thema nie fertig zu werden:
Ich habe einmal mehr gemerkt, dass Substanzaufbau Zeit braucht – besonders, wenn man neue Denkmodelle etablieren will.
Warum das (m)ein Kern-Themenfeld ist:
- Abgrenzung von Schnellschuss-Content und Buzzwords
- Aufbau eines konsistenten, belastbaren Wissenssystems
- Eigene Stimme finden zwischen Fachlichkeit und Menschlichkeit
Wie das auf mein Angebot einzahlt:
→ Erklärung, warum mein Programm kein Quick-Fix, sondern dem Kompetenzaufbau meiner Mandanten dient
→ Vertrauen entsteht durch Tiefe
Wissen strukturieren, um Freiheit zu ermöglichen
Worum es mir in 2025 wirklich ging:
Ich habe unendlich viel Zeit in Strukturen, Modelle, Curricula, Module und Lernpfade investiert – nicht sichtbar, aber wertvoll.
Warum das (m)ein Kern-Themenfeld ist:
- Mein Programm ist kein Kurs, sondern ein System
- Lernen als Befähigung, nicht als Konsum
- Vorbereitung auf Skalierung ohne Qualitätsverlust
Wie das auf mein Angebot einzahlt:
→ Begründung für mein didaktisches Niveau
→ Vorbereitung auf Evergreen-Formate und langfristige Wirkung
Weitere schöne und besondere Momente in 2025
- Der Besuch der Sammlung „Konkrete Kunst“ von Peter C. Ruppert in Würzburg gehörte zu den besonderen künstlerischen Momenten des Jahres.
- Im April stand nach einigem Hin und Her das für mich zweite TCS-Treffen von Judith Peters in Stuttgart auf der Agenda. Strahlendes Wetter und tolle Anregungen ließen den Tag gewinnen.
- Das Johannisfest in Mainz bot den Rahmen für eine sehr schöne Radtour entlang der beiden Flüsse und einen ausgedehnten Stadtbummel entlang vieler Handwerker-, Kunst- und Weinstände.
- Das witzige Angebot Wein-Yoga bot im Sommer die Möglichkeit, Ent- und Anspannung miteinander zu verbinden.
- Im Herbst bin ich der Einladung „ZRM & Wandern“ mit Anne Langheiter und Volker Kleinert gefolgt und konnte dank ihrer Leitung und einer absolut stimmigen Gruppe Gleichgesinnter ZRM, Wandern und den guten Austausch dazwischen gleichermaßen genießen.
- In diesem Jahr fiel mein Geburtstag auf den ersten Advent und so hatte ich gleich zwei Anlässe Freunde einzuladen und den Tag zu feiern.
- Weihnachten liegt gerade hinter mir und die Erinnerung an ein schönes harmonisches Beisammensein – ohne Baum, dafür aber mit leckerem Festtagsbraten – bleibt.
Mein Fazit für 2025
Worauf ich 2025 stolz bin.
In diesem Jahr war mein Geist ständig in Bewegung, mein Blick auf eine Anwendung, Aufgabe oder Frage gerichtet, stets auf der Suche nach einer zufriedenstellenden Antwort oder Lösung für meine Mandanten.
Dieser Prozess fühlte sich manchmal zäh an. Und doch sind mir nicht nur kleine Fortschritte gelungen, sondern es ist mir ein Ebenenwechsel geglückt:
Ich war angetreten, mein Denken, Wirken und auch meine Rolle als Steuerberaterin neu zu definieren und zum Ende des Jahres habe ich genau das auf unterschiedliche Art und Weise zurückgespiegelt bekommen.
Von außen werde ich also inzwischen als Expertin für Digitalisierung und Buchführung wahrgenommen und für den Anfang lasse ich diese Positionierung gerne so stehen:
- Ich bin weg von „Ich erkläre Steuern gut“ zu „Ich gestalte unternehmerische Handlungsfähigkeit“ gegangen.
- Ich denke nicht mehr primär in Leistungen, sondern in Transformationen.
- Ich habe aufgehört, mich über Tools, Formate oder Branchenstandards zu definieren – und beginne stattdessen, mein eigenes System zu erschaffen.
Das darf mich ein klein wenig stolz machen, auch wenn es sich für mich nicht so anfühlt.
Wofür ich mit meinem Wissen stehe.
Ich übernehme Verantwortung dafür, wie mein Wissen wirkt und frage mich konstant:
- Was macht das mit der Entscheidungsfähigkeit meiner Mandanten?
- Führt das, was ich tue, zu ihrer Abhängigkeit oder zu mehr Souveränität?
- Wird hier nur gesetzlich geforderte Compliance erfüllt oder ein nachhaltiger Wert für ihr Unternehmen geschaffen?
Das ist offenbar selten. Und extrem wertvoll.
Warum ich in Systemen denke.
Ich denke nicht in Modulen, sondern in Systemen.
Das ist für mich der Unterschied zwischen Inhaltskreation und Informationsarchitektur.
Daher erstelle ich nicht nur Kurse oder Angebote, sondern arbeite an Denkmodellen, didaktischen Lösungen und beschäftige mich mit der Frage, wie sich meine Rolle als Steuerberater fortentwickeln muss, damit es meinen Mandanten mehr nützt.
Meine besten Entscheidungen, die ich 2025 getroffen habe.
Ich haben nicht auf „Veröffentlichen“ gedrückt
Ende 2024 hatte ich die Salespage zu meinem Programm Tax to Value fertig geschrieben. Damals habe ich sie nicht veröffentlicht. Etwas in mir hatte sich gesträubt und heute bin ich froh für dieses Störgefühl: Ich, die Seite oder besser das zugehörige Projekt waren noch nicht reif.
Ich habe in 2025 noch mehr Zeit in die Überlegungen, die Recherche und das Austesten meiner Ideen investiert und die guten Resultate und positiven Rückmeldungen meiner Mandanten und Geschäftspartner bestätigen mir nun, dass ich richtig liege.
Ich habe mich getraut, nachzufragen
Anfang des Jahres habe ich bei der Arbeitsgemeinschaft für wirtschaftliche Verwaltung e.V. angefragt, für wann die Aktualisierung des GoBD-Leitfadens geplant sei.
Ich erfuhr, dass dieser – ehrenamtlich tätige – Arbeitskreis bereits an der Überarbeitung säße und erhielt das Angebot, hieran mitzuwirken. Gerne sagte ich zu und befasse mich seither mit der Überarbeitung von Kapitel 5:
Verfahrensdokumentation (VerfDok), Internes Kontrollsystem (IKS) / Steuerkontrollsystem (SKS) und Tax Compliance Management (TCM)
Es sind genau meine Themen und daher ist nicht verwunderlich, dass ich mich sehr gerne daran gesetzt habe, ein völlig neues Skript zu erstellen. Es ist bereits fertig, muss noch einmal quergelesen und im Januar der Gruppe zur Diskussion gestellt werden.
Ich habe über den Tellerand geschaut
2019 hatten wir uns für Microsoft 365 entschieden und seither versucht, mit Mandanten auf dieser Plattform zusammenzuarbeiten. Anfang 2025 war dann unser langjähriger Softwareanbieter „auch“ in der Lage, sein System hiermit zu verknüpfen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich allerdings schon damit begonnen, mich nach einer anderen Lösungen umzuschauen.
Nutzererfahrung, Datensicherheit und Datenschutz sollten gleichermaßen eine wichtige Rolle bei der Auswahl eines neuen Systems spielen und die Software sollte daher möglichst aus Deutschland oder Europa stammen.
Entschieden habe ich mich dann für die OpenSource-Lösung der Firma Nextcloud GmbH. Vor 10 Jahren konnte sie mich noch nicht überzeugen. Das ist nun anders. Seit Sommer 2025 beschäftige ich mich mit ihren Möglichkeiten und stelle meine Ablage Stück für Stück darauf um.
Mit diesem System habe ich nun also eine cloudbasierte, datensichere und kostengünstige Lösung für ein modernes Dokumententenmanagementsystem gefunden, das mir erlaubt, die Ablage als moderne Informationsarchitektur zur Unterstützung meiner täglichen Arbeit aufzusetzen.
Was habe ich 2025 über mich selbst gelernt?
Das Jahr 2025 ging mit wenig Veränderungen von außen einher, dafür mit einer wachsenden inneren Klarheit.
Ich habe weniger Neues begonnen und vieles intensiver betrachtet: Arbeitsweisen, Strukturen, Systeme, Denkmodelle. Dabei wurde mir eines sehr deutlich:
Meine größte Stärke liegt nicht im Tempo, sondern in der Fähigkeit, Komplexität zu durchdringen und tragfähige Strukturen zu entwickeln.
Ich brauche Sinn und Substanz, um wirksam zu sein. Reine Aktivität, Sichtbarkeit um der Sichtbarkeit willen oder schnelle Ergebnisse tragen mich nicht.
Ungeduld entsteht bei mir nicht aus Überforderung, sondern aus Verantwortung. Dort, wo Dinge zu oberflächlich bleiben, werde ich unruhig – nicht, weil ich zweifle, sondern weil ich es besser weiß.
Ich habe gelernt, Spannungen auszuhalten: zwischen klassischer Steuerberatung und neuer Rolle, zwischen Denken und Umsetzen, zwischen Anspruch und Marktgeschwindigkeit.
Und ich bin konsequenter geworden – vor allem im Weglassen. Nicht alles, was möglich wäre, passt zu mir. Diese Klarheit empfinde ich heute als Entlastung.
Meine Arbeit ist mehr Haltung als Methode. Systeme, Programme und Konzepte sind wichtig – entscheidend ist die innere Ausrichtung, aus der heraus sie entstehen.
Mein Ausblick auf 2026
Das Fundament ist gelegt. Meine Systeme sind durchdacht und erprobt. 2026 wird für mich kein Jahr des Neuanfangs, sondern eines der sichtbaren Wirksamkeit.
Ich werde weniger begründen. Meine Arbeit darf für sich sprechen. So werde ich weniger erklären, warum mein Ansatz sinnvoll ist, und mehr Räume schaffen, ihn konkret zu erleben.
Nicht alles gleichzeitig. Aber konsequent, nachvollziehbar und anschlussfähig.
Was ich 2026 anders (besser) mache
- Ich veröffentliche früher, auch wenn etwas noch wachsen darf. Nicht unfertig – aber lebendig.
- Ich arbeite klarer mit Formaten, statt alles gleichzeitig sein zu wollen: Wissen, Begleitung, Umsetzung – jeweils mit eigener Dramaturgie.
- Ich trenne deutlicher zwischen klassischer Steuerberatung und Tax to Value, ohne meine Werte oder fachliche Tiefe zu spalten.
- Ich lade gezielter ein – statt zu hoffen, dass „die Richtigen“ mich finden.
- Und ich erlaube mir, Wirkung höher zu gewichten als Perfektion.
So kannst du 2026 mit mir zusammenarbeiten
Dieser Teil richtet sich an dich, wenn du selbständig bist oder ein Unternehmen führst und wenn du Steuern, Buchführung und Zahlen nicht delegieren, sondern verstehen willst.
Tax to Value
Mein zentrales Programm für Menschen, die:
- ihre Buchführung sicher, digital und systematisch aufsetzen wollen,
- Steuern als steuerbare Größe begreifen möchten,
- und ihre unternehmerische Entscheidungsfähigkeit stärken wollen.
Das Programm ist kein Quick-Fix, sondern ein strukturiertes Lern- und Umsetzungssystem.
Details folgen – bis dahin erreichst du mich unter:
post@futurefive.de
1:1-Begleitung
Für ausgewählte Mandanten, die:
- komplexer aufgestellt sind,
- strategische Sparringspartnerschaft suchen,
- und bereit sind, Verantwortung bewusst zu tragen.
Auch hier gilt: Tiefe vor Tempo.
Meine 7 Ziele für 2026
- Tax to Value sichtbar machen
Nicht als Idee, sondern als erlebbares System mit klarer Sprache und Struktur. - Newsletter als Denkraum etablieren
Ein regelmäßiges Format, das Orientierung gibt – nicht nur Information. - Ein tragfähiges Kernangebot launchen
Mit klarer Zielgruppe, klarer Transformation und ruhiger Skalierbarkeit. - Didaktische Qualität weiter schärfen
Lernen soll befähigen, nicht beschäftigen. - Kooperationen auf Augenhöhe aufbauen
Mit Menschen, die ähnlich systemisch denken – fachlich wie menschlich. - Digitale Souveränität praktisch vorleben
In meiner eigenen Arbeitsweise, Infrastruktur und Kommunikation. - Mehr Vertrauen in mein eigenes Tempo
Weil Wirksamkeit nicht aus Eile entsteht, sondern aus Klarheit.
Mein Motto für 2026
Strahlend verändern.
Mit Klarheit, Haltung und Wirkung.


Schreibe einen Kommentar